Gegen Gewalt an Frauen

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26.11.2021 IG Metall fordert für Frauen besseren Schutz

Villingen-Schwenningen - Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November spricht sich die IG Metall Villingen-Schwenningen für besseren Schutz vor häuslicher und sexueller Gewalt und Belästigung aus.

Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) für 2019 zeigt: Statistisch gesehen ist alle 45 Minuten eine Frau gefährlicher Körperverletzung oder Partnerschaftsgewalt ausgesetzt. Während der Corona-Pandemie hat sich dieser Zustand noch verschlechtert. Es muss außerdem von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

"Diese Zahlen sind erschreckend. Es ist wichtig, wachsam zu sein, Betroffene auf Hilfsangebote hinzuweisen und sie so weit wie möglich zu unterstützen. Weiterhin brauchen wir aber auch einen deutlichen Ausbau von Schutzräumen. Die Kapazitäten in Frauenhäusern reichen oftmals nicht aus", sagte Angela Linsbauer, Gewerkschaftssekretärin. Die IG Metall fordert von der neuen Bundesregierung eine ausreichende Finanzierung von Frauenhäusern und eine Ausweitung der Schutzangebote.

Gewalt gegen Frauen ist eine Form der Menschenrechtsverletzung und Diskriminierung - festgeschrieben in der Istanbul-Konvention. Diese Konvention hat das Ziel, (häusliche) Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Deutschland bekennt sich zu den Zielen und hat das Engagement gegen Gewalt an Frauen ausgeweitet. Als Gewerkschaft richtet die IG Metall Villingen-Schwenningen ein besonderes Augenmerk auf Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz. Jede sechste Frau wurde am Arbeitsplatz schon sexuell belästigt, wie Zahlen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes belegen. "Wir fordern die Arbeitgeber auf, betriebliche Anlaufstellen im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes einzurichten. Wir brauchen mehr Betriebsvereinbarungen, die partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz fördern und regeln", erklärte Thomas Bleile, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Villingen-Schwenningen. "Wir wollen ein respektvolles und solidarisches Miteinander von Frauen und Männern. Das heißt auch, Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren. Jede Form von Gewalt und sexueller Belästigung muss sofort und nachhaltig unterbunden werden."

Ressourcen und Hilfsangebote:
In zahlreichen Supermärkten gibt es Anlaufstellen.
Das Codewort "Maske 19" führt zu einer schnellen Hilfe, wenn Frauen es in Apotheken oder beim Arzt verwenden.

Die Initiative "Stärker als Gewalt" informiert zum Thema und bietet Hilfsangebote auf einen Blick: www.staerkeralsgewalt.de

Das Hilfstelefon (kostenlos und rund um die Uhr nutzbar):
https:www.hilfetelefon.de/, 08000 116 016

Das Elterntelefon (anonym, kostenlos, Mo-Fr 9 bis 17 Uhr, zusätzlich Di und Do 17 bis 19 Uhr): https:www.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html, 08001110550

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MetallerFrauen2

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MetallerFrauen gegen Gewalt an Frauen

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Letzte Änderung: 26.11.2021